Warum es uns gibt.
Wie alles begann
Die Versorgung mit Hebammen in Deutschland liegt uns am Herzen — und spätestens, wenn man selbst Eltern wird, trifft man ganz persönlich auf diese Herausforderung: Jede Schwangere hat Anspruch auf Hebammenhilfe, doch eine Hebamme zu finden ist vielerorts ein Kraftakt. Wir konnten und wollten das nicht ignorieren — und haben uns intensiv damit beschäftigt, wie sich die Situation wirklich verbessern lässt.
Dabei sind wir nah dran an der Branche: Wir stehen in engem Austausch mit Hebammen, kennen die Schwierigkeiten auf beiden Seiten — die der suchenden Frauen wie die der ausgelasteten Hebammen — und haben gemeinsam mit erfahrenen Hebammen an Lösungen getüftelt.
Unsere langjährige Expertise in IT, Projekt- und Prozessmanagement gab uns die Werkzeuge dafür: Genau hier können wir entlasten. 2025 haben wir hebammen.agency konzipiert, Anfang 2026 sind wir gestartet — wir übernehmen die Arbeit, die sonst an der Schwangeren hängen bleibt, strukturiert und persönlich. Und zwar so, dass niemand zusätzlichen Aufwand hat: Keine Schwangere telefoniert Listen ab, keine Hebamme muss ein Profil pflegen oder eine Software lernen. Von Hebammen nehmen wir nichts — keine Gebühren, keine Verpflichtung.
Mit ♥ für werdende Mütter entwickelt.
Warum es uns braucht
Die Versorgungslücke ist kein Gefühl — sie ist messbar:
Jede einzelne Hebamme steht einer Vielzahl von Anfragen gegenüber — und hat nur begrenzte Plätze.
Die grüne Kugel ist der Terminvorschlag — die roten bleiben Absagen oder ohne Antwort. Mit Nachfassen stecken bis zu 80 Kontakte in einer einzigen Suche.
Hinter diesem Verhältnis stehen Menschen — und eine enorme Belastung auf beiden Seiten: Schwangere müssen um eine Betreuung kämpfen, auf die sie einen gesetzlichen Anspruch haben. Und Hebammen sind komplett ausgelastet, müssen täglich absagen — und tragen neben der Betreuung auch noch erhebliche Bürokratie.
Dazu kommt: Freiberufliche Hebammen sind fast immer Einzelkämpferinnen. Sie organisieren sich selbst, finanzieren sich selbst und tragen alles allein — von der Verantwortung bis zur letzten Verwaltungsaufgabe.
Unsere Haltung dazu ist klar: So kann es nicht weitergehen. Die aktuelle Entwicklung und die fehlende politische Unterstützung tragen eher dazu bei, dass dieses System weiter auf einen Kollaps zusteuert, als dass wirksame Lösungen umgesetzt werden. Darauf wollen wir nicht warten — genau deshalb gibt es hebammen.agency.
Quellen: Statistisches Bundesamt und GKV-Spitzenverband (2024/25) sowie Erfahrungswerte aus unseren Suchen.
Wofür wir antreten
Unser Ziel ist größer als die einzelne Suche: Wir wollen der Versorgungslücke entgegenwirken — damit Schwangere die Betreuung durch eine Hebamme, auf die sie einen gesetzlichen Anspruch haben, auch tatsächlich erhalten. Die Not hat zwei Seiten: Frauen finden keine Hebamme, und Hebammen müssen täglich absagen. Genau dazwischen setzen wir an — mit Struktur statt Streuverkehr, damit vorhandene Kapazität dort ankommt, wo sie gebraucht wird.
Eines Tages kostenlos für jede Schwangere
Der Preis, den wir aktuell von Schwangeren verlangen, deckt nicht annähernd den Aufwand, der hinter einer erfolgreichen Hebammensuche steckt. Uns treiben keine finanziellen Motive — uns geht es darum, die Versorgungssituation zu verbessern. Deshalb kämpfen wir mit Herzblut dafür, dass diese Leistung eines Tages direkt über die Krankenkassen abgewickelt wird — dann wäre sie für jede Schwangere kostenlos. Das ist ein langer Weg, und wir sind guter Dinge, dass wir ihn schaffen. Bis dahin kommen wir um einen kleinen Beitrag nicht herum — und geben dafür jeden Tag alles.

