Klinik, Geburtshaus oder Hausgeburt — wo kann ich entbinden?

In Deutschland stehen grundsätzlich drei Wege offen: die Geburt in einer Klinik, in einem von Hebammen geleiteten Geburtshaus oder als Hausgeburt mit einer Hebamme. Die große Mehrheit entscheidet sich für die Klinik — 2024 fanden rund 98 Prozent der Geburten dort statt, knapp 13.000 außerklinisch. Für Geburtshaus und Hausgeburt braucht es eine Hebamme mit Geburtshilfe — und die sind besonders knapp.

Die drei Geburtsorte im Überblick

GeburtsortWissenswertes
KlinikÄrztliche Versorgung rund um die Uhr; Betreuung durch das Kreißsaal-Team, auf Wunsch mit Beleghebamme
GeburtshausVon Hebammen geleitete Einrichtung (2025: 121 Einrichtungen bundesweit); bei Komplikationen Verlegung in eine Klinik
HausgeburtGeburt in vertrauter Umgebung mit einer Geburtshilfe-Hebamme; Rufbereitschaftspauschale meist privat

Der Engpass bei außerklinischen Geburten: Nur rund 4.100 der etwa 18.700 freiberuflichen Hebammen bieten überhaupt Geburtshilfe an (GKV-Spitzenverband, Stand Oktober 2025). Wer ein Geburtshaus oder eine Hausgeburt möchte, sollte deshalb so früh wie möglich anfragen — die Plätze vergeben sich Monate im Voraus.

Quellen: Statistisches Bundesamt und QUAG e. V. (Geburtenverteilung 2024); GKV-Spitzenverband (Hebammen- und Geburtshaus-Zahlen, Stand Oktober 2025).

Fachlich geprüft von Maria Rissling (Hebamme seit 1998) und Anita Wozniok (Hebamme seit 1996) — beide Still- und Laktationsberaterinnen (IBCLC) und Mitglied im Deutschen Hebammenverband.