Brauche ich eine Hebamme, wenn ich im Krankenhaus entbinde?

Ja — dieser Irrtum ist weit verbreitet: Die Klinik betreut dich während der Geburt, aber nicht danach zu Hause. Für das Wochenbett — Rückbildung, Stillstart, die Entwicklung des Babys — brauchst du eine eigene Hebamme, die dich zu Hause besucht. Diese Wochenbettbetreuung ist eine Kassenleistung und sollte früh organisiert werden.

Im Kreißsaal wirst du von den dortigen Hebammen betreut — dafür musst du nichts organisieren. Mit der Entlassung endet diese Betreuung aber: Zu Hause steht kein Klinik-Team bereit, und genau dann beginnen die Fragen — Stillen, Heilung, Gewicht des Babys, Schlaf, Unsicherheiten im Alltag.

Was die eigene Wochenbett-Hebamme übernimmt

  • Hausbesuche in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt
  • Begleitung von Heilung und Rückbildung
  • Stillberatung und Unterstützung bei der Ernährung des Babys
  • Gewichts- und Entwicklungskontrolle
  • Ansprechpartnerin für alle Fragen der ersten Zeit

Viele Hebammen begleiten dich auf Wunsch auch schon in der Schwangerschaft — mit Vorsorge und Beratung. Für die Suche gilt aber unabhängig vom Geburtsort: je früher, desto besser.

Fachlich geprüft von Maria Rissling (Hebamme seit 1998) und Anita Wozniok (Hebamme seit 1996) — beide Still- und Laktationsberaterinnen (IBCLC) und Mitglied im Deutschen Hebammenverband.