Was ist eine Beleghebamme?

Eine Beleghebamme ist eine freiberufliche Hebamme mit einem Belegvertrag an einer Klinik: Sie begleitet dich persönlich zur Geburt ins Krankenhaus — du wirst also nicht vom wechselnden Kreißsaal-Team betreut, sondern von der Hebamme, die du bereits kennst. Dafür fällt in der Regel eine private Rufbereitschaftspauschale an.

Der Kern des Modells ist die durchgehende Betreuung: Die Beleghebamme übernimmt Rufbereitschaft rund um deinen Geburtstermin und kommt zur Geburt in die Klinik — eine 1:1-Begleitung durch eine vertraute Person, die viele Frauen als großen Gewinn erleben.

Gut zu wissen

  • Die Rufbereitschaftspauschale ist in der Regel privat zu zahlen und beläuft sich meist auf mehrere hundert Euro; einige Krankenkassen bezuschussen sie.
  • Beleghebammen sind nicht an jeder Klinik verfügbar — das Modell setzt einen Belegvertrag zwischen Hebamme und Krankenhaus voraus.
  • Die Plätze sind sehr begrenzt: Nur ein kleiner Teil der freiberuflichen Hebammen bietet überhaupt Geburtshilfe an (2025 rund 4.100 von etwa 18.700 laut GKV-Spitzenverband).
  • Deshalb gilt hier besonders: so früh wie möglich anfragen — oft direkt nach der Schwangerschaftsbestätigung.

Fachlich geprüft von Maria Rissling (Hebamme seit 1998) und Anita Wozniok (Hebamme seit 1996) — beide Still- und Laktationsberaterinnen (IBCLC) und Mitglied im Deutschen Hebammenverband.